r/depression_de • • 12h ago

Reha als junger Mann mit ausländischen Wurzeln?

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Hey zusammen,

ich bin 32, männlich und habe nahöstliche Wurzeln. Ich war vor Kurzem bei einem Erstgespräch. Dabei wurden eine Depression und eine soziale Phobie festgestellt. Dazu kommen Probleme mit meinem Körperbild und ein geringes Selbstwertgefühl.

Mir wurde dringend empfohlen, erst mal eine Reha zu machen, bevor ich eine Langzeittherapie anfange. Das möchte ich selbst auch, weil ich gerade einfach nicht mehr kann. Ich brauche wirklich eine Pause vom Alltag und Unterstützung.

Ich weiß nur nicht, welche Rehaklinik zu mir passen würde. Bitte nicht falsch verstehen: Mir wäre es wichtig, auch Leute in meinem Alter in der Gruppentherapie zu haben. In einer Gruppe, in der fast alle über 50 sind, würde ich mich wahrscheinlich weniger gut aufgehoben fühlen.

Auch meine Herkunft und Kultur spielen bei meinen Problemen eine Rolle. Deshalb wünsche ich mir eine Klinik, die dafür Verständnis hat und auch auf die Probleme und Bedürfnisse von Männern eingeht.

Kennt jemand eine passende Reha oder hat selbst gute Erfahrungen gemacht? Mir wäre wichtig, dass meine Beschwerden, mein Alter und mein kultureller Hintergrund berücksichtigt werden.

Danke euch.


r/depression_de • • 22h ago

Schwere Depressionen durch Bachelorarbeit

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Ich habe von 2020, in der Coronazeit, bis 2024 ein Studium in der Informatik an einer Hochschule abgelegt. In dieser Zeit hatte ich einmal den Moment, wo ich kurz vor dem Aufgeben war. Meine Eltern haben mir zu der Zeit Mut zugesprochen und ich habe es dann durchgezogen. Es war auch so, dass ich nie durch eine Prüfung durchgefallen bin und auf einen Zweier-Schnitt kam.

Dann fing es 2024 mit der Bachelorarbeit an, und ab hier fiel ich in ein tiefes Loch. Bei der Bachelorarbeit hatte ich von Anfang an Kommunikationsschwierigkeiten mit meinen Dozenten, angefangen bei der Themenfindung. Ich hatte auch den Fehler gemacht, die Arbeit zu früh anzumelden, obwohl die Struktur unklar war und nicht mit dem Dozenten abgesprochen war. Es sollte einfach perfekt werden. Durch diesen hohen Anspruch habe ich zu viel geplant, zu viele Kurse, Bücher und Artikel herausgesucht. In der Schreibphase hat der Dozent bei jedem Treffen meine Arbeit kritisiert und Verbesserungen gefordert, was meinen Anspruch noch höher machte. In der Schreibphase begann ich, in eine Lähmung zu fallen, und habe prokrastiniert. Ich konnte einfach nicht aus meinem Bett raus, weil ich eine große Angst vor dem Versagen hatte. Am Ende hatte ich natürlich nichts Brauchbares, vielleicht zehn Seiten und ein kleines Projekt. Der Dozent meinte dann zu mir, das wäre kein Problem, ich könnte im nächsten Semester die Bachelorarbeit mit dem gleichen Thema, nur mit einer umformulierten Forschungsfrage schreiben.

Also habe ich versucht, mich dieses Mal besser vorzubereiten, bevor ich etwas anmelde. Dies hielt ich für einen Monat durch, bis es wieder anfing mit dem Prokrastinieren. Bis ich dann 2025 am Ende des Semesters das erste Mal begriffen habe, dass etwas nicht mit mir stimmt. Es war wie ein Aufwachen, als wäre ich davor nur auf Autopilot gewesen. Da ich noch bei meinen Eltern lebe, habe ich mich bei Ihnen geöffnet. Davor habe ich sie immer angelogen und gemeint, ich schreibe meine Arbeit, was auch zu einem starken Rückzug führte. Meine Eltern meinten dann, ich solle versuchen, wieder am Leben teilzunehmen, bevor ich die Bachelorarbeit schreibe. Was erst funktioniert hat, aber ich hatte immer die Bachelorarbeit im Kopf und habe natürlich versucht, Dinge dafür zu lernen. Ich wurde immer verzweifelter. Ich habe eine so große Angst entwickelt, dass ich nicht mehr an meinen Computer konnte. Dadurch habe ich mich komplett unfähig gefühlt, selbst die kleinsten Dinge zu machen. Ich habe aufgehört zu essen und zu duschen. Nur im Bett verbracht mit negativen Dingen, die meinen mentalen Zustand noch schlimmer machten.

Dadurch sind meine Eltern eingeschaltet und haben einen Psychologen gesucht. Was natürlich nicht so leicht ist in der heutigen Zeit, weil alles überfüllt ist. Es wurde trotzdem einer gefunden und ich ging zu ihm. Das war alles sehr ungewohnt für mich, weil ich noch nie damit Probleme hatte. Diese Zeit war wieder auf Autopilot für mich. Ich hatte nur noch an Suizid gedacht als letzte Lösung.

Jeden Tag ein Gedankenkarussell, ob ich in diesem Bereich überhaupt arbeiten will, ob dieser Bereich überhaupt noch Zukunft hat durch KI. Wie viele Jahre ich verschwendet habe. Der Gedanke, dass, wenn ich abbreche, mein ganzer Fortschritt weg ist. Ob ich das nicht bereuen werde. Auch wenn ich dann neue Dinge anfange, werde ich sie dann auch abbrechen wie das Studium. Ich weiß einfach überhaupt nicht mehr, was ich will. Ich sehe keine Zukunft mehr und bin komplett verzweifelt.

Die Therapie hat nichts gebracht und ich hatte eine so große Blockade, dass ich nicht mehr dahin konnte, was zum Abbruch führte. Mein letzter Lichtblick war ein Soziotherapeut, der mich durch das ganze Jahr 2026 begleitet hatte nach dem Abbruch. Dadurch habe ich wieder angefangen, mit einer Tagesstruktur, bin spazieren gegangen, feste Schlafenszeiten. Hatte Höhen und Tiefen. Aber dadurch, dass die Semesteranzahl immer weiter hochgeht, und ich älter werde. Kommen zusätzliche Ängste hoch, es fühlt sich alles zu spät an. Ich bereue es, die Bachelorarbeit nicht durchgezogen zu haben beim ersten Mal. Zusätzlich hat mich der Soziotherapeut auch hängen gelassen, obwohl er mir immer versprochen hatte, nicht das Gleiche wie der Therapeut zu machen.

Ich bin jetzt wieder in einem Loch gefangen, ich habe wenig Hunger und kann das Haus nicht verlassen. Jeder sagt mir, ich solle erst wieder gesund werden. Da anfangen, wo ich 2026 daran gearbeitet habe. Es fühlt sich aber alles so langsam und sinnlos an. Nächstes Jahr werde ich dann 27. Keiner versteht, dass ich eine Perspektive oder einen Sinn benötige. Auch wenn ich die Bachelorarbeit schaffe, ich glaube nicht, dass ich in dem Bereich arbeiten werde. Ich weiß aber auch nicht, was ich sonst machen will. Wenn ich aber abbreche, habe ich doch die ganzen Jahre verschwendet. Vielleicht entwickle ich auch dadurch eine Mentalität, immer abzubrechen, wenn es schwer wird.

Ich fühle mich einfach nicht bereit für das Leben, als wäre ich kaputt. Ich erkenne mich überhaupt nicht mehr wieder. Die einzige Lösung, die für mich Sinn ergibt, ist Suizid. Aber selbst davor habe ich Angst und schiebe es vermutlich auf.


r/depression_de • • 15h ago

🙂‍↕️🖤

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Fühlt sich im Moment jemand auch einsam und oder unverstanden?


r/depression_de • • 19h ago

Suche nach Rat Akutstation vermeiden in Krisen - Wie?

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Mir schwebt seit Wochen etwas rum im Kopf, aber ich traue mich nicht den ambulanten Pflegern oder Ergotherapie zu öffnen, obwohl ich noch merke, dass etwas in mir leben will.

Ich schaffe das aber alleine nicht.

Akutstation oder vollstationäre Aufenthalte haben alles immer verschlimmert. Telefonseelsorge hat in einer akuten Krise ebenfalls die Lage verschlimmert.

Die Angst vor einer Zwangseinweisung ist groß und deswegen weiß ich nicht weiter.

Hattet ihr eine ähnliche Situation, wo ihr einen stationären Aufenthalt/Zwangseinweisung verhindern konntet, trotz einer akuten Krise/Plan?


r/depression_de • • 19h ago

Mein Leben fühlt sich nach versagen an

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Hallo,

Ich weiß nicht, ob dass das richtige Forum ist. Aber ich weiß nicht, wohin ich mit meinen Gefühlen soll.

Ich bin so fertig mit meinem Leben. Ich habe einen Job im sozialen Bereich, der mich fertig macht. Wechseln zu was besserem geht nicht. Hab ich probiert. Ist überall gleich schlimm. Stunden reduziert habe ich. Mehr geht es aber nicht, da ich ja Rechnungen zahlen muss.

Auch versuche ich vergeblich eine Selbstständigkeit aufzubauen. Klappt nicht.

Ferner wieg ich 150kg. Habe starke schmerzen. Abnehmen klappt nicht. Vor spritzen hab ich angst.

Ich bin so gefangen. Ich habe keinen Lichtblick am Horizont. Wäre meine Mama nicht, wüsste ich nicht, ob ich noch da wäre. Sie ist meine größte Stütze.

Danke fürs Zuhören. Bitte seid lieb. Hatte jemand auch mal so ein loch und wie ist er hinausgekommen?


r/depression_de • • 22h ago

Depression Mein Kumpel hat ernste psychische Probleme und ich brauche eure Unterstützung

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Ich melde mich hier, weil ich nicht weiß wo ich eher schnell Ratschläge bekommen kann für meinen besten Freund, ich mache mir sorgen um ihn.

Gestern kam er zu mir und hat suizidgedanken geäußert indirekt und gefragt was wäre, wenn er nicht da mehr wäre. Er wohnt 3 Stunden von mir entfernt und ich kann nicht schnell zu ihm wenn was wäre.

Er ist sehr verzweifelt, weil er stark depressiv und psychisch krank ist und kein Arzt ihm helfen kann oder sagen, dass er einen Klinikaufenthalt braucht. Jedoch hat er keinen Platz, den er dringend bräuchte, er ist nicht mal auf einer Warteliste.

Er ist von Arzt zu Arzt gegangen, aber alle haben laut ihm körperlich nichts gefunden. Er sei wohl einfach depressiv, aber er isst kaum und schläft andauernd und ist dauer erschöpft. Sie können nicht diagnostizieren was er genau hat, auf jeden Fall Depression. Medikamente hat er auch erfolglos eingenommen, therapeutische Hilfe hatte auch ihm nichts geholfen. Ihm wurde gesagt, dass er sich selbst helfen müsste, aber das schafft er nicht und fühlt keine Freude mehr.

Durch diese Hilflosigkeit fürchte ich, dass sich sein Zustand verschlechtert, weil er nicht mal weiß was er genau hat und keinen Aufenthalt bekommt in einer Klinik auf die Schnelle. Er möchte definitiv, dass ihm geholfen wird, weiß aber nicht wie.

Was könnte er tun und was könnte ich tun? Danke euch!