r/Geschlechtsverkehr • • 38m ago

20 Jahre zusammen und Verheiratet meine 1.Partnerin Thema Oral

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Hallo zusammen,
ich brauche mal ehrliche Erfahrungsberichte und Meinungen von Leuten, die vielleicht in einer ähnlichen Situation waren oder sind.
Meine Frau und ich sind beide 37. Wir sind seit 20 Jahren zusammen, mittlerweile verheiratet, haben Kinder und ein Haus. Sie ist meine erste und einzige Partnerin. Im Alltag funktioniert unsere Beziehung super: Wir teilen uns Haushalt und Kinderbetreuung fair auf (ca. 50/50 bis 60/40), ich liebe sie, ihren Körper, plane gerne Aufmerksamkeiten für sie und kümmere mich aktiv. Sie unterstützt mich genauso. Auch äußerlich habe ich mich über die Jahre nicht gehen lassen: Ich bin sportlich (81 kg), achte auf mich und bin definitiv nicht unattraktiv – ich bekomme im Alltag oder auf der Arbeit durchaus öfter mal Komplimente. Am Äußeren oder mangelnder Pflege liegt es also nicht. Ich fühle mich im Alltag auch geliebt, aber sexuell stecken wir komplett fest.
Bei mir geht es ganz konkret um das Thema **Blowjob / Oralsex**.
Da sie meine erste Freundin war, habe ich viele Jahre gedacht, es sei normal, dass man beim normalen Sex zwar körperlich zum Samenerguss kommt, aber dabei kein wirklich intensives Gefühl hat. Etwa ein Jahr nach Beziehungsbeginn hat sie mir ein einziges Mal einen geblasen – bis zum Schluss. Das war das einzige Mal in meinem Leben, dass ich einen **richtigen, extrem intensiven Orgasmus** gespürt habe, mit einem Gefühl, das ich beim normalen Sex einfach nicht erreiche.
Über die Jahre habe ich das Thema erst durch die Blume, später direkt angesprochen. Ihre Haltung dazu: Sie mag es einfach nicht. Wenn sie es mir zuliebe mal kurz probiert (wir haben auch schon Geschmacksgels wie Erdbeergel getestet), merkt man sofort, dass sie sich überwinden muss und nach kürzester Zeit aufhört. Das bringt mir nichts, weil ich nicht will, dass sie sich zwingt. Gleichzeitig verwöhne ich sie sehr gerne oral, wobei sie auch intensiv zum Orgasmus kommt – dieses Gefühl gönne ich ihr von Herzen, wünsche es mir aber nach all den Jahren auch endlich für mich selbst.
Unser größtes Problem ist mittlerweile die Kommunikation darüber:
Wenn ich das Thema anspreche, bekomme ich kaum eine richtige Antwort aus ihr heraus. Sie blockt ab und sagt, sie habe das Gefühl, **ständig auf Eierschalen laufen zu müssen**, weil das Thema immer im Raum schwebt.
Wenn ich es aber **nicht** anspreche, fresse ich den Frust in mich hinein, warte wochenlang vergeblich auf Initiative und entwickle innerlich einen Groll, den ich eigentlich gar nicht haben will.
Im Streit meinte sie schon mal, ich solle es mir halt woanders holen. Aber das will ich nicht:
**Offene Beziehung** kommt für mich absolut nicht infrage. Ich bin nicht der Typ dafür und will keine andere Frau, sondern sie.
**Sextoys / Hilfsmittel** sind für mich sinnfrei – dafür brauche ich keine Partnerschaft, mir geht es um echte Haut, echtes Begehren und Nähe mit meiner Frau.
**Trennung** ist wegen unserer Familie und weil ich sie liebe ebenfalls keine Option.
**Einfach abfinden** heißt für mich aber, mit 37 Jahren zu akzeptieren, dass ich nie wieder dieses echte Orgasmus-Gefühl erleben werde – und wenn der Sex als Schmiermittel der Beziehung dauerhaft voller Frust ist, leidet irgendwann auch das Außenrum.
Wie kommt man aus dieser Spirale raus, in der ich meinen Frust nicht schlucken kann, sie sich aber bei jedem Gespräch sofort unter Druck gesetzt fühlt? Hat jemand Ähnliches erlebt?
Danke für eure ehrlichen Gedanken.